Wasserwerke liefern Trinkwasser

Trinkwasser durch WasserwerkeEs ist wohlbekannt, ein Wasserwerk dient der Aufbereitung und der Bereitstellung von Trinkwasser. Das Wasserwerk besteht aus vielen verschiedenen Teilen, wie zum Beispiel verschiedene Filter, Pumpen und Frischwasserspeicher oder Wasserbehälter. Die Überwachungszentrale in einem Wasserwerk ist für die Verteilung des fertigen Trinkwassers in die Leitungen des Endverbrauchers zuständig. Von hier aus wird alles überwacht und gesteuert. Labors gibt es nur in den großen Wasserwerken, hier wird die chemische und biologische Zusammensetzung des Wassers überwacht und kontrolliert.

Wo wird das Wasser gewonnen?

Ein Trinkwasserschutzgebiet, das als Zone I bezeichnet wird, ist ein Gebiet, in dem ein Brunnen befindlich ist und an diesem wird direkt dann das Wasserwerk errichtet, sofern das Trinkwasser aus Grundwasser gewonnen wird. In dieser Art Wasserwerk finden sich öfters auch Grundwasseranreicherungsanlagen, die zusätzliches Wasser aus nahegelegenen Flüssen oder Bächen mit in das Grundwasser bringen. Die Anlage nennt man Uferfiltration. Es gibt auch die Variante, Wasser aus Quellen oder aus Seen oder Fließwasser zu gewinnen, auch Oberflächenwasser genannt. Bei dieser Art der Wassergewinnung wird das Wasser mit Leitungen zum Wasserwerk geleitet. Bei dieser Variante der Wasserversorgung sind im Wasserwerk Aufbereitungsanlagen notwendig, die das Wasser aufbereiten. Hier werden dann die biologische und die chemische Wasserqualität hergestellt.

In vergangenen Zeiten fiel ein Wasserwerk durch den Wasserturm auf, in dem das Trinkwasser gelagert wurde. Heutzutage wird das Wasser in Tiefbehältern gespeichert, aus denen es mit Pumpenanlagen an die Oberfläche befördert wird. Es gibt zwei verschiedene Arten von Wasserwerken, und zwar zum einen die Wasserwerke zur Trinkwasserbereitung und zum anderen die Wasserwerke zur Betriebswasserbereitung.

Historisches

Wasserwerke haben eine lang zurückliegende Geschichte. Schon ungefähr 200 Jahre v. Chr. wurden Wasserwerke von den Griechen gebaut und genutzt. Schon 800 v. Chr. wurden Aquädukte gebaut, die mit 56 Kilometer Länge schon beeindruckend waren. Bei den Assyrern wurde im 7. Jahrhundert v. Chr. ein Wassersystem gebaut, das insgesamt 80 Kilometer Leitungen umfasste und die Bevölkerung aus 18 Quellflüssen mit Wasser versorgte. Die hängenden Gärten von Babylon wurden über Pumpwerke bewässert und das war um 600 v. Chr. In diesem Pumpwerk wurde eine endlose Kette betrieben, die mit Wasser gefüllte Eimer an den oberen Rand der abwärts verlaufenden Gärten beförderte. In vielen historischen Aufzeichnungen finden sich Hinweise auf erste Wasserwerke und sie wurden mit viel Einfallsreichtum und Geschick erbaut.

Weiterentwicklung

Das erste wasserradgetriebene System, das mit Kolbenpumpen Spreewasser in einen Hochbehälter transportierte, wurde 1496 in Bautzen erbaut. Es befand sich auf dem höchstgelegenen Punkt der Stadt und versorgte von hier aus 86 Brunnen der Stadt. Im 16. Jahrhundert erfreuten sich große Mühlräder an fließenden Gewässern großer Popularität. Sie trieben Wasserpumpen an, die bis zum 250 Meter überwanden. Am Ende des 18. Jahrhunderts wurden hydraulische “Widder” eingesetzt, die für kleine Wassermengen absolut ausreichend waren. Bei dieser Technik wurde Stoßkraft genutzt, die entstand, wenn eine Leitung plötzlich verschlossen wird, durch die fließendes Wasser von oberhalb läuft. Ein Kessel, der teils mit Wasser, zum Teil auch mit Luft gefüllt war, wurde durch Ventile so angesteuert, dass hoher Druck entstand und das Wasser noch geschossen wurde. Rund um das Jahr 1600 gab es bereits in 33 deutsche Städte und in mehr als 100 Orten “Wasserkünste”, die Wasser in Brunnen und Häuser transportierten. 1848 entstand dann das erste Wasserwerk, wie wir es heute kennen, und zwar in Hamburg.

Fotoquelle: GOL – Fotolia

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