Wo wird Wasser eigentlich gewonnen?

WassergewinnungIn diesem Bericht werden die ganz verschiedenen Arten der Wassergewinnung behandelt. Niederschlagswasser ist wohl überall in Form von Regen, Schnee, Nebel oder Hagel zu finden. Zur Wasserversorgung sind diese Formen der Wassergewinnung aber nur unzureichend anwendbar, weil das Wasser ja nicht regelmäßig und in nur unbestimmter Menge zur Verfügung steht. Ein weiterer Faktor ist, dass Regenwasser nicht unbedingt für den menschlichen Gebrauch nutzbar ist.

Wo kommt Wasser vor?

Als weiteres Gebiet sollten die unterschiedlichen Formen des Oberflächenwassers genannt und behandelt werden. Da ist zum Ersten das Flusswasser zu nennen. Bei diesem ist die Verschmutzung am schlimmsten und dadurch ist es für die Gewinnung von Trinkwasser am wenigsten geeignet. Für die Herstellung von Betriebswasser ist Flusswasser ohne Weiteres zu benutzen, aber für die Trinkwassergewinnung ist es eher uninteressant. Seen, die arm an Nährstoffen sind und sehr tief und die ausreichenden Zulauf haben, kann man für die Seewassergewinnung nutzen. Bei der Seewassergewinnung hängt die Qualität des Wassers hauptsächlich davon ab, wie viele Verschmutzungen dem See durch die Zuflüsse zugeführt werden, wie die Uferbereiche beschaffen sind und wie der See genutzt wird. Durch die Sperrung von Tälern entstehen Talsperren. Die Talsperren erfüllen ganz viele verschiedene Zwecke. Zum einen eignen sie sich hervorragend als Trink- und Brauchwasserreserven. Zum anderen können Abflüsse von Flüssen ausgeglichen und reguliert werden. Die Talsperren können ebenso als Wasserspeicher für Wasserkraftanlagen genutzt werden. Die Qualität des Wassers richtet sich auch hier nach der Qualität der Zuflüsse. Als Letztes wäre dann noch das Meerwasser zu nennen. Der größte Teil der Niederschläge entsteht durch Wasser, das aus den Meeren verdunstet ist. Schon in der Antike haben die Menschen versucht, Meerwasser zu entsalzen. Die Entsalzungsanlagen, die bisher genutzt werden, sind aber noch nicht sehr effektiv einsetzbar und es ist fraglich, ob das in Zukunft effizient zu erreichen ist. Auf der Insel Malte gibt es allerdings eine Trinkwasserentsalzungsanlage. In den trockenen arabischen Emiraten sind solche Anlagen ebenfalls zu finden.

Grundwasser

Für die Trinkwassergewinnung und auch für Hauswirtschaftszwecke ist Grundwasser aus Gebieten mit Sandschichten am allerbesten geeignet. Sande und Kiese wirken wie Filter und reinigen dementsprechend das Wasser. Wenn Grundwasser lang genug in porigen und sandigen Böden Fließwege zurücklegt, dann nimmt das Wasser die Bodentemperatur an und wird im Endeffekt keimfrei. Aus diesen Gründen ist das Grundwasser für die Trinkwassergewinnung am besten geeignet. Im Untergrund in der Erde findet sich in Hohlräumen in ganz unterschiedlichen Tiefen Grundwasser. Richtig tiefes Grundwasser steht an diesen Stellen oft mehrere Tausend Jahre. Das Grundwasser und das Quellwasser können oft sauberer sein als das Oberflächenwasser und aus diesem Grunde werden diese Vorkommen lieber genutzt. Es gibt sogar Landstriche, wo die Luftfeuchtigkeit zur Wassergewinnung eingesetzt wird. In Friesland ist dies zum Beispiel in Tauchteichen möglich. In anderen Gebieten wird mit aufgestellten Netzen Kondenswasser erzeugt und gesammelt. In Chungungo in Chile werden mit einer solchen Anlage ungefähr 12.000 Liter Trinkwasser hergestellt. Gelände, wo Wasser gewonnen wird, sind Trinkwasserschutzgebiete. In diesen Bereichen sollte das Gras z. B. nur mit Biodiesel gemäht werden. Um Wasser aus dem Untergrund zu nehmen, muss man eine Genehmigung haben. Viele Arten der Wassergewinnung werden weltweit genutzt und jede hat ihre Vor- und Nachteile.
Foto: Mariusz Prusaczyk – Fotolia

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